Freundeskreis Asyl in Horb

Come together – Freundeskreis Asyl im Gemeindehaus Weingasse

 Angesichts der Herausforderungen, die im Zusammenhang mit dem Zustrom von Flüchtlingen aus den Kriegs- und Notstandsgebieten sich abzeichneten, wurde am 30.10.2014 im Kloster der Freundeskreis Asyl in Horb gegründet.

Besonders die Ehrenamtsbeauftragte der Stadt Horb, Frau Gisela Höpfer hat beim Aufbau dieses Freundeskreises wertvolle Vorarbeit geleistet und betreut diesen Kreis nach wie vor. Viele ehrenamtliche HelferInnen konnten für ein Engagement für die Flüchtlinge gewonnen werden. Inzwischen gibt es solche Helferkreise in Bittelbronn, Horb, Mühlen, Mühringen, Nordstetten, Rexingen und Talheim. Sie begleiten Flüchtlinge als Paten, geben Hilfen bei der Orientierung im Alltag, knüpfen Beziehungen zwischen einheimischer Bevölkerung und den Menschen, die vor Krieg, Gewalt und Terror zu uns geflüchtet sind. Eines der Ziele dieser Teams ist es, den Flüchtlingen beim Erwerb der deutschen Sprache zu helfen. Denn für eine gelingende Integration in unserem Land ist die Beherrschung der deutschen Sprache eine Grundvoraussetzung. Aber der Deutschunterricht (z.B. im Hesse-Kolleg im Steinhaus oder im Christlichen-Jugenddorfwerk (CJD) in der Neckarstraße) ist nur ein erster, wichtiger Schritt für den auch nur eine bestimmte Anzahl von bezahlten Lehrern bzw. von Stunden pro Flüchtling zur Verfügung steht. Leider ist dieses Projekt der Agentur für Arbeit einmalig und zeitlich begrenzt. Der ehrenamtliche Sprachunterricht und die Trainingseinheiten bleiben wichtig. Die Sprachkenntnisse in Kleingruppen und in Alltagssituationen zu vertiefen geschieht umso leichter, je häufiger diese Kontakte mit Deutschen ermöglicht werden.

Der Kirchengemeinderat hat beschlossen, dem Freundeskreis Asyl Räume in unserem Gemeindehaus in der Weingasse zur Verfügung zu stellen. Und so bietet der Freundeskreis seit Mitte Februar an vier Tagen in der Woche in unserem Gemeindehaus Alphabetisierungskurse, Deutschkurse, Hausaufgabenbetreuung, Konversationsgruppen, Spiele, etc. an – auch für Flüchtlinge, die bisher keinen Deutschunterricht bekommen. In Gruppen von etwa drei bis sechs Personen werden die Flüchtlinge betreut und gefördert.  Niko Kurzmann, der selbst im Christlichen Jugenddorfwerk (CJD) in der Neckarstraße Deutsch als Fremdsprache unterrichtet, koordiniert diese Kurse, erstellt und aktualisiert die Stundenpläne und begleitet als Organisator die Lehrerteams.

Ich finde es gut, dass unsere Kirchengemeinde auf diesem Weg Menschen helfen kann, die aus unvorstellbarer Not heraus vor unserer Tür stehen und auf unsere Hilfe angewiesen sind. So können wir etwas von der Menschenfreundlichkeit Gottes, von der wir selbst leben, für andere erfahrbar machen.