Unsere drei Missionsprojekte

Unsere Kirchengemeinde unterstützt in dreijährigem Turnus Missionsprojekte des Dienstes für ärztliche Mission (Difäm), der Johann-Ludwig-Schneller-Schule in Jordanien und der Liebenzeller Mission.

Im Jahr 2017 ist ein Projekt der EMS (Evangelische Mission in Solidarität) an der Reihe und zwar die Johann-Ludwig-Schneller-Schule in Khirbet Kanafar (Libanon).

Hier die Projektbeschreibung:

Frieden - Leben - Lernen


„Frieden - Leben - Lernen": Dieser Dreiklang prägt die gesamte Arbeit der Johann-Ludwig-Schneller-Schule. Seit dem Beginn des Bürgerkrieges in Syrien ist die Schule zu einem lebendigen Beispiel des Friedens geworden. Momentan besuchen 263 Kinder die Schule (davon 95 Internatsschüler) und 84 Jugendliche absolvieren eine Ausbildung (41 davon im Internat lebend). Unter den Schülern sind auch 35 syrische Flüchtlingskinder, die seit 2012 sukzessive aufgenommen wurden. Das Programm trägt dazu bei, dass die Kinder nicht nur in Sicherheit sind, sondern auch gute Bildung, Verpflegung und psychologische Betreuung erhalten. Die Kinder sind vollkommen in das Schulleben integriert, das keinen Unterschied zwischen Christen und Muslimen macht. Daneben wurde auch ein Programm für alleinerziehende Flüchtlingsfrauen geschaffen, die mit ihren Kindern in den Libanon kamen. Ihre Männer sind im Krieg gestorben oder gelten als vermisst. Die Frauen erhalten eine Ausbildung zur Näherin oder Friseurin, die sie nach Kriegsende dazu befähigen soll, ihren eigenen Lebensunterhalt zu verdienen.

Die Menschlichkeit und Achtung, die die Schule den Flüchtlingen entgegen bringt, dient auch den libanesischen Schülerinnen und Schülern als Vorbild. Die meisten von ihnen stammen aus benachteiligten Familien. Sie alle lernen auf der Schule, einander friedvoll und mit Respekt zu begegnen.

 

 

Zugleich muss die Schule sehr große Herausforderungen bewältigen: Eine erhebliche Erhöhung der Lehrergehälter wird zwischen Parlament und Gewerkschaften verhandelt. Seit Jahren ziehen sich diese Verhandlungen hin, so dass mit hohen Nachzahlungen zu rechnen ist. Die wirtschaftliche Existenz der Schule ist "damit in großer Gefahr. Da die JLSS sich an die Schwächsten in der Gesellschaft richtet, kann sie keine hohen Schulgelder verlangen wie manche Eliteschule. Eine Bäckerei und die Verpachtung von Land für den Anbau von Wein, der über die EMS bezogen werden kann, sind wichtige Einnahmequellen. Doch reichen diese Einnahmen nicht, um die Existenz der JLSS und diese einzigartige Arbeit zu sichern.

Ohne Ihre Unterstützung geht es nicht!