Photovoltaik

Die evangelische Kirchengemeinde wird einen Beitrag für saubere Umwelt durch Ausnützung des Daches auf dem neuen Gemeindehaus leisten. In (ca. 14 Tagen) wird das Dach des neuen Gemeindehauses auf dem Hohenberg zum umweltfreundlichen Kraftwerk ausgerüstet.

 

Wir alle wissen, die Sonne schreibt keine Rechnung für ihre Lichtenergie, die sie täglich auf uns herunter sendet. Außerdem ist diese Energie absolut sauber, bei anderer Energieerzeugung, z. B. bei älteren Braun-Kohlekraftwerken werden bis zu 1.100 Gramm CO2 je kWh in die Umwelt ausgestoßen. Diese Umweltbelastung kann über Sonnenenergie reduziert werden, langfristig kann damit auch die viel diskutierte Klimaveränderung verlangsamt oder gar gestoppt werden, allerdings sollten dazu noch viel mehr Dächer mit Solaranlagen ausgerüstet sein.

 

 

Dieses Thema ist nicht nur eine Angelegenheit der Kirche, jeder Stromverbraucher muss sich darüber klar sein, dass er durch Stromverbrauch aus herkömmlicher Produktion die Umwelt mit 300 bis 1.100 Gramm CO2  je verbrauchtem kWh belastet. Damit steht fest, dass alle einen Beitrag zur sauberen Umwelt leisten können, ob nun am Verbrauch gespart wird oder eine Solaranlage auf sein Dach investiert.

 

Für die Stromgewinnung  aus Sonnenenergie ist eine Photovoltaikanlage notwendig, die über Photozellen das Licht in Gleichstrom umwandelt, der dann über einen Wechselrichter zu Wechselstrom transferiert werden muss, damit man diesen ins allgemeine Stromnetz einspeisen kann.  Auf dem Dach des Gemeindehauses werden 102 Solarmodule mit einer Gesamtfläche von 140 m² und einer Gesamtleistung von  16,83 kWp installiert. Die Monokristallinen Module haben eine besonders lange und leistungsstabile Lebensdauer, es werden 25 Jahre garantiert.

 

Damit kann man bei der in unseren Breiten üblichen Sonnenscheindauer eine Strommenge von mindestens 15.200 kWh erzeugen, praktische Erfahrungen von Anlagen, die bereits seit einigen Jahren in Betrieb sind, haben deutlich mehr Stromerzeugung erreicht. Auch die Neigung des Daches gegen Süden und der Neigungswinkel sind gute Voraussetzungen für einen hohen Stromertrag.

 

Die Umwelt wird dadurch von CO2 Schadstoffen im Vergleich mit Braunkohle um ca. 16.720 kg, im Vergleich mit Heizöl um ca. 4.560 kg entlastet.

 

Die Finanzierung kann ohne Eigenkapital allein durch die Einnahmen über Stromlieferungen an die EnBw als Netzbetreiber amortisiert werden. Der Preis von 0,4675 € je kWh für die Einspeisung ins Stromnetz ist für 20 Jahre gesetzlich garantiert, sodass keinerlei Risiko für die Kirchengemeinde damit verbunden ist. Die Elektrizitätswerke Schönau, bei dem die evangelische Kirchengemeinde bereits Kunde mit allen Gebäuden ist, fördert die Investition in regenerativen Strom zusätzlich.

 

Die Funktionsüberwachung und Kontrolle der Solaranlage erfolgt über Datenfernabfrage vom Pfarrhaus aus. Der Auftrag zur Lieferung und  Montage wurde an die Fa. Müller Oberndorf vergeben, die schon viele Photovoltaik-Anlagen installiert hat.

 

Damit ist ein wichtiger Beitrag zur sauberen Energie für ca. 5 Haushalte gewährleistet. Ich hoffe, dass sich noch mehr Verbraucher für regenerative Energie begeistern können.

 

 

Hans Mayer