Ökumenischer Frauenkreis Horb - Hohenberg

Unverhoffter Besuch im ökumenischen Frauenkreis

Zu einem „ganz normalen“ Nachmittag trafen wir Frauen des ökumenischen Frauenkreises uns am 22. Februar im evangelischen Gemeindehaus Hohenberg.

Als wir eben wie immer bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen unser Zusammensein eröffnet hatten, überraschte uns Herr Burgbacher mit seinem Besuch. Er berichtete, dass er plane, im nächsten Gemeindebrief mit einigen Fotos auf den Frauenkreis als einer Aktivität der Gemeinde aufmerksam zu machen.  Wir unterhielten uns eine Weile, er schoss viele Fotos und verabschiedete sich dann wieder.

Wir widmeten uns nun unserem Thema, auf das schon die vielen Bilder an den Wänden und auf der Kaffeetafel eingestimmt hatten: Dem Schönen als einem Zufluchtsort. Da gab es viel nachzudenken und ins gemeinsame Gespräch einzubringen: Was sind für mich Orte, an die ich mich gerne flüchte? Was für eine Rolle spielt dabei Schönes? Was ist nötig, damit ich die unzähligen Schönheiten, die mich alltäglich umgeben, als schön wahrnehmen kann? Wo finde ich Schönes, das mir gut tut? Und nicht zuletzt die große Frage, die die Menschen aller Zeiten beschäftigt hat: Woher kommt denn die Schönheit? Wie ist sie in die Welt gekommen? Die hebräische Bibel gibt uns gleich in ihrem allerersten Kapitel eine wunderbare Antwort: Gott hat sie geschaffen. Er kann gar nicht anders als Schönes schaffen, denn er ist selbst die Schönheit, die „Ur-Schönheit“. Die erste Schöpfungserzählung sagt das so: Gott schaute an alles, was er geschaffen hatte und konnte nur feststellen: Wahrhaftig, es war „sehr gut“ oder auch „sehr schön“.

Zum Schluss genossen wir nach soviel Nachdenken noch schöne kleine Zufluchtsorte ganz praktisch:  Dias der Schönheiten, die uns täglich umgeben, vom kleinsten Blümchen über zarte Federwolken bis zum prachtvollen Sonnenuntergang; Kärtchen mit kurzen „schönen“ Texten; Blumen zum Mitnehmen, die uns mit ihrer vergänglichen zarten Schönheit in den nächsten Tagen daran erinnern wollen: „Nichts ist selbstverständlich, am allerwenigsten die Schönheit!“; ein Lied: „Freuet euch der schönen Erde, denn sie ist wohl wert der Freud!“

So beendeten wir unser Treffen; es war selbst zu einem wohltuenden „Zufluchtsort des Schönen“ für uns geworden.

 Christa Walz

Frauenkreise gibt es bei der evang. Kirchengemeinde Horb seit mindestens 60 Jahren und sie waren immer ökumenisch. Von 1984 ab waren es sogar zwei Kreise, einer in der Kernstadt und einer auf dem Hohenberg. In den Jahren 2000 und 2001 verloren beide Kreise ihre Leiterinnen. Das Ende der Frauenkreise schien gekommen. Aber schon ein Jahr später fanden sie sich zu einer gemeinsamen Gruppe neu zusammen. Sie trifft sich seit nunmehr 10 Jahren wieder regelmäßig alle zwei Wochen.

Wir halten nicht nur fest zusammen, sondern wir freuen uns über jede Frau, die neu bei uns auftaucht, z.B. weil sie ein bestimmtes Thema unseres vielseitigen. Programms interessiert oder weil sie Anschluss an eine nette Frauengruppe finden möchte.

Bei unserem Jubiläumsfest haben wir uns an die Frauen erinnert, die seit 1952 die Frauenkreise geleitet haben, und wir haben die Programme der letzten 10 Jahre in vergnügten Ratespielen Revue passieren lassen. Beim Betrachten unserer Schautafeln waren nicht nur unsere Gäste sondern auch wir selbst erstaunt, mit wie vielen interessanten Themen wir uns im Lauf der Jahre beschäftigt haben.

 

Als „Jubiläumsgeschenk" für „ihren" Frauenkreis und besonderen Höhepunkt des Festes hatte die Leiterin Christa Walz die Märchenerzählerin Ilka Wimmer engagiert, die uns auf bezaubernde Weise in die Welt der Märchen entführte.

Nach all dem Raten, Erzählen, Singen und Zuhören wartete ein festliches Büffet, dem wir alle uns mit großem Appetit widmeten. Die Überraschung war groß, als zum Festessen plötzlich auch noch festliche Tafelmusik ertönte. Der Posaunenchor war erschienen und spielte uns auf!

 

Mit einem besinnlichen Abschluss und einem Abendlied endete unser schönes und rundum gelungenes Jubiläumsfest. Wir alle hatten es mit viel Engagement und Freude vorbereitet und dann auch gemeinsam durchgeführt. Das hat uns gut getan und unser Zusammengehören als Gruppe gestärkt.

 

Christa Walz